Jesus ich möchte viel Glück beim Angeln. (Sophiensaele)

… und täglich grüßt die Moulinex: Vor genau zwei Wochen, am 18. Juni nämlich, hat tAMtAM sich die Derniere von JESUS ICH MÖCHTE VIEL GLÜCK BEIM ANGELN gegeben. So nennt sich Teil zwei der „Heimattrilogie [von] Regisseurin Anna Malunat, [die darin] die Geschichte von drei jungen Menschen und ihrer Suche nach einem Ort, einem Lebenskonzept, einer Heimat jenseits der vorgegebenen Formen von bürgerlicher Existenzsicherung und Lifestyle [erzählt]“. (Danke, lieber Pressetext.)

Alles klar jetzt? Nee? tAMtAM hat dieses Ereignis 14 Tage lang suchend in seinem Herzen bewegt und die Bilder, die immer wieder hochwaberten, auf Papier gebannt:

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In Deutschland angelt man sich also besonders gern die Freundinnen alter Freunde. Aber muss man dazu wirklich in jedem noch so trostlosen Kaff Station machen?
tAMtAMs Hypothese: Möglicherweise unterbindet die deutsche Wohnung mit all ihrem Elektroschrott alle fleischlichen Annäherungsversuche. Dies würde wiederum erklären, weshalb die Deutschen so versessen auf ihre Autos sind. (Übrigens findet sich in diesem Stück eine Fülle von Bereicherungen für das private Klischee-Album über jene Wesen, die (angeblich) in Deutschland wohnen.)
Was aber bedeutet es dann, wenn die Zuschauer nach der Vorstellung elektronische Haushaltsgerätschaften der letzten 50 Jahre erwerben können? Genau, das Schlimmste – denn Jesus schenkt uns nicht immer Glück beim Angeln. Und weil unser kleines Deutschland-Klischee ohne das deutsche Sicherheitsdenken natürlich absolut unvollständig wäre, landen wir am Ende dort, wo uns nichts droht außer ein paar kleinen Soßenflecken: Vor dem heimischen Pürierstab.

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