Knall den Herbst weg Vol. 1

[caption id="" align="alignleft" width="167"] Dieser Text erschien zuerst auf missy-magazine.de[/caption]

Es oktobert schon ziemlich, als tAMtAM – dem Schwermut entgegnend – die MISSY PRÄSENTIERT-Rubrik stalkt. Auf der Suche nach etwas, was diesen grauen Berliner Herbst-Mief wegknallt. Aber so richtig DISCH-PÄM-BAM-BAM-BAM bitteschön. Weiterlesen!

American Cliché

[caption id="" align="alignleft" width="167"] Dieser Text erschien zuerst auf missy-magazine.de[/caption]

Oper ist oll. tAMtAM behauptet das nicht allein aus Freundschaft zur Alliteration (Theater ist toll, Kino ist – na? Genau, knorke), sondern stützt sich dabei auf un(ge)schön(t)e Erfahrungswerte. Mitsingen? Macht man nicht. Omis Pailletten-Twinset anziehen, obwohl die eigene Mutter das schon einmotten wollte? Beschert einem garantiert neidische Blicke auf der Damen-Toilette. Leute verächtlich mustern, wenn die beim Brezel-Essen vergessen, den kleinen Finger abzuspreizen? Gehört zum guten Ton. Weiterlesen!

50 Jahre Volksfeinde. (Schaubühne)

Josefine T. sitzt im Bus M19 Richtung S Grunewald, also vielmehr hockt sie, eingequetscht zwischen einer Oma mit KaDeWe-Tüte und einem Anzugträger mit Alkoholfahne, hockt in diesem blöden Viererabteil im Untergeschoss, bei dem man nie den Stop-Knopf erreicht, also von diesem einen Platz am Fenster in Fahrtrichtung aus. Die Oma schnauft, Josefine guckt hektisch auf ihr Handy (ihr *****phone), Europa-Center einsteigen steht da, Lehniner Platz/Schaubühne aussteigen, neun Minuten soll das dauern, eigentlich, aber jetzt steht der Bus irgendwo auf dem KuDamm an einer Ampel, seit gefühlt fünf Minuten passiert absolut überhaupt nichts und sie fragt sich, ob sie da jetzt was aufaddieren muss auf diese 9 Minuten oder ob die BVG das einkalkuliert mit den Ampeln da auf dem KuDamm im Feierabendverkehr. Wenn sie nämlich weiß, wie lang die Fahrt dauert, kann sie Fahrzeit minus eine Minute rechnen und rechtzeitig mit dem Aufstehen-und-Richtung-Stop-Knopf-Boxen beginnen. Gottohgott. Weiterlesen!

Gesellschafts-Exkurs: Hemmungen

Zurück aus der Sommerpause war tAMtAM mal wieder unterwegs auf der Suche nach den menschlichen Abgründen.
Und wo träfe man die besser an als in den Sanierungswüsten von Prenzlauer Berg? (In den Sonnenmonaten hat tAMtAM neben Hitzepusteln auch eine gehörige Dosis Bosheit gesammelt. Schadet schließlich nie, nich wahr?) Weiterlesen!

Dido & Aeneas (KiezOper @ Wilde Renate)

Klingt wie Weihnachten, ist aber ein richtig barocker Schinken: Henry Purcells DIDO & AENEAS. Diese Oper eignet sich nicht nur deshalb so gut für extra-klassische Verwurstung, weil ihre Chöre so feierlich Glühwein und Zimt atmen. Offenbar ist auch ihre Länge von nur einer Stunde ausschlaggebend dafür, dass sie nach Sasha Waltz (Staatsoper, 2005) nun von den Machern der KiezOper durch den Wolf gedreht wurde.
Und die brauchen dafür nicht mal ein beplüschsesseltes Opernhaus, sondern nur den Garten der Wilden Renate zu einer (für beide Seiten) so unorthodoxen Zeit wie 22 Uhr an einem Samstagabend (dem 21. Juli). Weiterlesen!

Was macht die Kunst? (UdK: Sommerfest)

Am 12. Juli ließ die Universität der Künste kunstbegeisterte Menschenmassen durch Ruinengarten & Ateliers trampeln, um einfach alles irgendwie zu bestaunen: Sämtliche Ergüsse des künstlerischen Nachwuchses, vom zerknitterten Kritzelbild bis zum A-Capella-Chor BART. Aber natürlich auch schmierige Putzlappen im Druck-Atelier, eingefärbte Lüfter auf dem Gang im dritten Stock, gnadenlos zugesaute Fußböden und kleine Gerümpelhaufen vor verschlossenen Räumen. Denn – hätte ja auch Kunst sein können, nicht wahr? Weiterlesen!

Jesus ich möchte viel Glück beim Angeln. (Sophiensaele)

… und täglich grüßt die Moulinex: Vor genau zwei Wochen, am 18. Juni nämlich, hat tAMtAM sich die Derniere von JESUS ICH MÖCHTE VIEL GLÜCK BEIM ANGELN gegeben. So nennt sich Teil zwei der „Heimattrilogie [von] Regisseurin Anna Malunat, [die darin] die Geschichte von drei jungen Menschen und ihrer Suche nach einem Ort, einem Lebenskonzept, einer Heimat jenseits der vorgegebenen Formen von bürgerlicher Existenzsicherung und Lifestyle [erzählt]“. (Danke, lieber Pressetext.) Weiterlesen!